Ausgebrannt? - Lassen Sie es nicht so weit kommen.

Psychische Erkrankungen – ein erheblicher Kostenfaktor

Laut einer aktuellen Studie der AOK haben psychische Erkrankungen wie Depression, Angstzustände und Burnout in den letzten zehn Jahren rasant zugenommen und sind inzwischen der häufigste Grund für Fehlzeiten in Unternehmen.

Hinzu kommt, dass die Zahl der Krankheitstage bei psychischen Erkrankungen mit 22 Tagen weit über allen anderen Krankheiten liegt.

Ein Kostenfaktor nicht nur für die Krankenkassen, sondern auch für Unternehmen. Denn psychisch kranke Mitarbeiter machen Fehler, die Geld kosten. Bei längerer Krankheit müssen neue Mitarbeiter gesucht und eingearbeitet werden. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat in einer Studie ermittelt, dass den deutschen Unternehmen jährlich rund 9 Milliarden Euro Kosten entstehen, weil Mitarbeiter aus Erschöpfung ihr Arbeitspensum nicht mehr schaffen und deshalb auch die Fehlerrate steigt. (vgl. Stern, Ausgabe Nr. 40 vom 29.09.2011, S. 114)

Prävention macht sich bezahlt

Gute Gründe also für jedes Unternehmen, auf erste Krankheitsanzeichen ganz genau zu achten und rechtzeitig gegen zu steuern. Burnout-Prävention macht sich durchaus bezahlt. Studien haben ergeben, dass ein eingesetzter Euro für Vorsorgemaßnahmen im Unternehmen 2,5 bis 5 Euro Ersparnis bringen kann.(Quelle: Lebensart, Ausgabe Nov. 2011).

Mit einem Freibetrag für Gesundheitsförderung stärkt auch die Bundesregierung die betriebliche Gesundheitsförderung. Seit 1. Januar 2009 gibt es Steuervorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die sich für mehr Gesundheit engagieren. Durch eine Ergänzung in Paragraf 3 Nummer 34 Einkommenssteuergesetz (EStG) sind zusätzliche Aufwendungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsförderung steuer- und sozialabgabenfrei, soweit sie den Betrag von 500 Euro pro Mitarbeiter und Kalenderjahr nicht übersteigen.

Maßnahmen der Primärprävention aus den Bereichen Herzkreislauf, Muskel-Skelett-System, Ernährung und Stress werden als förderungsfähige Leistungen von den Krankenkassen subventioniert (gem. § 20 Sozialgesetzbuch V).

 

Warum nimmt die Zahl der Burnout-Fälle so dramatisch zu?

Die eigene Persönlichkeit, das Lebens- und Berufsumfeld und die gesellschaftliche Grundstruktur bilden die Basis für ein gutes Leben jedes Menschen. Diese Variablen verschrauben sich zunehmend negativ und so kommt es vermehrt zu Burnout.

Das liegt einmal im persönlichen Bereich begründet. Burnout Gefährdete sind oft sehr leistungsorientiert, sozial eingestellt und Harmonie bedürftig, sie können sich nur schwer abgrenzen.

Eine Unternehmenskultur, in der die Meinung des Einzelnen nicht zählt, Konkurrenz gefördert wird und Entscheidungen über die Köpfe der Mitarbeiter gefällt werden, vermittelt ein Gefühl der Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit.

Unsere Gesellschaft hat sich zudem dramatisch gewandelt. Zunehmende Anonymisierung, ein tiefgreifender Mangel an Solidarität, hohe Mobilitäts- und Flexibilitätsansprüche, ein generell höheres Lebenstempo machen den Menschen zu schaffen. Die Kontinuität, Verbindlichkeit und Überblickbarkeit der sozialen Beziehungen als soziales Stützsystem für den Einzelnen brechen weg.

Das bringt uns an unsere Grenzen – denn auf Dauer gesehen wirkt diese hohe Belastung wie ein Motor, der ständig auf 5000 Touren läuft, irgendwann läuft er heiß – und wir brennen aus.

 

Burnout im Unternehmen vorbeugen

Viele Unternehmen beginnen inzwischen mit einer frühzeitigen Burnout-Prophylaxe, denn das berufliche Umfeld ist ein wesentlicher Faktor für Gesundheit. Langsam setzt auch ein Umdenken ein. Psychische Erkrankungen werden nicht mehr tabuisiert, wozu sicher auch die Offenheit einiger prominenter Betroffener beigetragen hat.

Was genau macht den Menschen im Arbeitsleben zu schaffen?

Laufende Neustrukturierungen, permanente Arbeitsüberlastung und ständige Erreichbarkeit als Folge der zunehmenden Technisierung geben den Menschen das Gefühl, nie mit ihrer Arbeit fertig zu werden. Fehlende Anerkennung, zu viele oder zu wenige Regeln tun ihr übriges. Besonders gefährdet sind Führungskräfte aus dem mittleren Management, die oft zwischen den Stühlen sitzen: von oben sind sie mit hohen Zielvorgaben und von unten mit Unzufriedenheit konfrontiert.

Die Beseitigung von demotivierenden Arbeitsbedingungen und die Sensibilisierung der Führungskräfte für das Vorleben einer ausgewogenen Work-Life-Balance können entscheidend dazu beitragen, dass der Zustand permanenter Überlastung sinkt.

Sechs wesentliche Faktoren um Burnout im Unternehmen vorzubeugen:

Arbeitsbelastung:
Ist hier ein gutes Maß jenseits von Über- und Unterforderungfür die einzelnen Mitarbeiter gegeben?

Anerkennung:
Wird die Arbeitsleistung von Vorgesetzten, Kollegen, Kundenentsprechend gewürdigt?

Einflussnahme/Kontrolle:
Gibt es die Möglichkeit, Ideen einzubringen oder werden neueAnläufe, Reglements über die Köpfe der Betroffenen festgelegt?

Teamfähigkeit:
Herrscht das Motto „Jeder gegen jeden"oder ein kooperativesMiteinander vor?

Fairness:
Wie gerecht geht es im Unternehmensalltag zu, sind Regelnnachvollziehbar und fair? Wie ist es um Transparenz bestellt?

Werte:
Wird eine nachvollziehbare Unternehmensphilosophie gelebt,ist diese mit den persönlichen Werten von Mitarbeitern kompatibel?

 

Jeder Einzelne ist gefragt

Über Burnout gibt es viele Veröffentlichungen und die Forschung über diese neue Volkskrankheit ist in vollem Gange. Grundsätzlich gibt es keine einheitliche Beschreibung dieses Phänomens. Die Symptome sind vielschichtig.

Aber es ist für jeden Menschen möglich, frühzeitig zu erkennen, welche zeitweiligen Erschöpfungszustände zu Burnout führen können. In erster Linie bringt sich der Einzelne mit seinen Einstellungen, Verhaltensweisen und Werten an den Rand seiner Kräfte. Glaubenssätze wie: "Nur wenn ich es mache, wird es richtig erledigt", oder "Ich bin zwar müde, aber ich kann das jetzt nicht liegen lassen," treiben uns an, immer weiter zu funktionieren und Pausen auf später zu verschieben. Die tägliche Überforderung und Reizüberflutung ist oft so stark, dass viele Betroffene auch in ihrer Freizeit ständig Stress, Lärm und Action brauchen.

Steigen Sie aus aus dieser Stress-Spirale! Hören Sie auf Ihren Körper und achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse. Wir zeigen Ihnen wie.

 

Workshop Burnout-Prophylaxe

Nach dem Coming-Out einiger Prominenter ist „Burnout" heute kein Tabuthema mehr. Auch in unserer Coaching- und Beratungspraxis treffen wir vermehrt Menschen, die körperlich und geistig erschöpft sind.

Wie kommt es soweit?
Welche Anzeichen gibt es?
Wie kann man die Gefahren dieser Zivilisationskrankheitschon im Vorfeld ausschalten?


Diesen Fragen gehen wir in unseren

Abendworkshop am 12. Januar 2012 von 19.00 – 21.00 Uhr nach.

Nähere Informationen und Anmeldung

Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren

Praxisworkshop am 21. Januar 2012 von 9.00 bis 18.00 Uhr.

Neben den theoretischen Grundlagen und der Aufarbeitung Ihrer persönlichen Situation geben wir Ihnen Entspannungs- und Meditationsübungen an die Hand, die Sie sofort im Alltag einsetzen können. Denn schon kurze Erholungsphasen fördern Motivation und Leistungsfähigkeit.

Nähere Informationen und Anmeldung

 

Energietanken am Arbeitsplatz

Fangen Sie gleich an, mit einer kleinen Übung am Arbeitsplatz.

In nur 10 Minuten fühlen Sie sich wieder frisch und erholt:

http://www.myochu.de/energie-tanken-am-arbeitsplatz.php

 

Start | Impressum | Sitemap | E-Mail
RAUM FÜR WACHSTUM - 81667 München - Tel. 089 679 729-12
| Ihren XING-Kontakten zeigen